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Bin dann mal im Netz


Die neuen Medien sind aus dem Leben unserer Kids nicht mehr wegzudenken. Wichtig zu wissen: Mit welchen Risken sollte man umgehen können? fratz&co dazu im Gespräch mit Irene Jakobi, Leitung CSR Telekom Austria Group und A1.




Kinder haben immer früher Zugang zum Internet. Womit die nächste Generation über ein großes Maß an Kommunikationsmöglichkeiten verfügt, aber oft mangelt es am Hinterfragen des Internets: Nur wenige Kinder machen sich Gedanken darüber, ob Informationen richtig sind, wer ihre Nachrichten auf den Social Media Plattformen sehen könnte, etc.

Damit Kinder lernen, mit den Gefahren im Internet umzugehen, sollten sich zunächst die Eltern dieser bewusst sein. Fotos hochladen? Kontakte knüpfen? Persönliche Details weitergeben? Kinder wissen nicht immer, dass gewisse Verhaltensweisen Risken für ihre Sicherheit darstellen. Kurse am „A1 Internet für Alle Campus“ setzen sich genau damit auseinander und bieten Kindern die Möglichkeit, die Welt der neuen Medien kennen zu lernen.

fratz&co: Was bedeutet die frühe Konfrontation mit dem Internet für die Entwicklung der Kinder?


Irene Jakobi: Kinder haben digitale Medien ganz selbstverständlich in ihren Alltag integriert. Je bedeutender Internet und Medien im Alltag der Kinder werden, umso mehr steigen auch die Anforderungen an ihre Medienkompetenz, diese befähigt die Kinder dazu, Medien ihrem Alter entsprechend selbstbestimmt, verantwortungsbewusst, kritisch und kreativ zu nutzen. Medienkompetenz heißt, dass Kinder lernen die vielen Angebote selbst zu bewerten und die Konsequenzen von Medienkonsum einschätzen zu können.

fratz&co: Wie lernt mein Kind sich verantwortungsvoll im Netz zu bewegen?


Irene Jakobi: Die Nutzung neuer Medien birgt Gefahren. Man kann Schwierigkeiten mit dem Datenschutz bekommen, man kann im Netz äußerst unangenehme Bekanntschaften machen, man kann Fotos von sich posten, die man nicht hätte verschicken sollen. Wichtig ist hier, dass die Kinder Vertrauen zu ihren Eltern haben und offen mit ihnen über Cybermobbing, Sexting etc. sprechen können.

Sie werden das aber nicht tun, wenn sie von den Eltern ständig hören, wie überflüssig die Beschäftigung mit den neuen Medien ist – und das ist die eigentliche Gefahr. Es liegt in der Verantwortung der Eltern ihre Kinder über mögliche Gefahren aufzuklären. Versuchen Sie Ihrem Kind einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem Internet zu vermitteln. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es persönlichen Daten wie Telefonnummer, Adresse oder Name niemals bekannt geben soll. Sehr wichtig ist auch der Umgang mit privaten Fotos.

fratz&co: In welcher Form fördert A1 die Medienerziehung bei Kindern?


Irene Jakobi: Im Rahmen der Initiative „A1 Internet für Alle“ kooperiert A1 mit dem Kinderbüro der Universität Wien und entwickelt neue Formate zur Medienbildung. Vormittags stehen Workshops für Schulklassen auf dem Programm, nachmittags gibt es bei offenem Betrieb – und unter pädagogischer Betreuung - unterschiedliche Freizeitangebote, die viel Freiraum für Kreativität in Verbindung mit den Digitalen Medien lassen.

fratz&co: Welches konkrete Angebot gibt es für Kinder und Familien? Und wie kann man sich einen Workshop vorstellen?


Irene Jakobi: Es gibt die unterschiedlichsten Kurse am A1 Internet für Alle Campus. Einer davon ist der Kurs: „Werde zum Medienprofi“. In zehn Modulen vermitteln Mediencoaches des „Kinderbüros der Universität Wien“ den Kids ein erstes Basiswissen über unterschiedliche Bereiche der digitalen Medien. Die Kinder bekommen Einblicke in Mediengeschichte, lernen einen sicheren Umgang mit dem Internet und werden in die Welt des Programmierens eingeführt. In den Workshops gestalten sie selbständig Grafiken und Bilder, Stopptrickanimationen und Filme sowie ihre eigene Internet-Zeitung.

Linktipp:
Kindgerechter Umgang mit Handy und Smartphone

Foto:Fotos:beigestellt
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