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Wie lernt Ihr Kind am besten?



Jedes Mädchen und jeder Bub hat so seine persönliche Vorliebe beim Lernen. Manche lesen lieber, andere können besser zuhören. Andere wiederum lernen beim Diskutieren oder Ausprobieren.

Sicherlich haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass Ihnen etwas enorm schwer fiel – zum Beispiel das Lernen einer neuen Sprache oder der Umgang mit einer mathematischen Formel – und anderen das wie ein Klacks gelang?! Genauso verhält es sich auch bei unseren Kindern. Sie haben zunächst natürliche Vorlieben und Stärken. Vielleicht im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich oder in Musik und Kunst.

Fächer, für die die Mädchen und Buben ein Faible haben, machen natürlich Spaß. Doch auch hier muss gelernt werden. Und hier gibt es die nächsten großen Unterschiede. Denn inzwischen hat sich herausgestellt, dass es verschiedene Lerntypen gibt: den auditiven, den visuellen, der kommunikative, den motorischen sowie einige weitere Lerntypen.

Die Benennung deutet jeweils auf die Art des Lernens hin, wobei ja generell jede Information über ein Sinnesorgan registriert und vom Gehirn verarbeitet wird. Auditiv stammt vom lateinischen audire, das hören bedeutet. Visuell ist ebenfalls an ein Wort aus dem Lateinischen angelehnt: Videre heißt sehen. Das Wort Kommunikation leitet sich vom lateinischen communicare ab, was mitteilen heißt. Und motorisch entstammt dem lateinischen Wort für Bewegung, motus.

Lernen durchs Sehen oder Hören

Beim auditiven Lerntypen spielt das Gehör also die wichtigste Rolle. Menschen mit dieser Veranlagung können viel besser zuhören als zum Beispiel lesen. Und sie behalten die gehörten Inhalte sehr gut und sind in der Lage diese bestmöglich wiederzugeben. Kinder, die zum auditiven Lerntypen gehören, tun sich schwerer mit Lernstoff der auf der Tafel steht. Erklärt der Lehrer hingegen etwas ausführlich, verstehen diese Mädchen und Buben das überaus gut.

Genau umgekehrt ist es beim visuellen Lerntypen. Schrift, Grafiken, Fotos  und Filme sind die idealen Hilfsmittel fürs Lernen, denn diese Schulkinder nehmen die Informationen über die Augen auf. Liest der Lehrer hingegen etwas vor oder erklärt eine Grafik, so haben diese Mädchen und Buben ihre Schwierigkeiten dem über längere Zeit zu folgen und die Inhalte zu verarbeiten.

Der kommunikative Typ ist ein kleiner Spezialist für Gespräche. Durch den Austausch von Informationen – etwa in einer Diskussion mit Mitschülern – kann er die Informationen und Lerninhalte verstehen und verarbeiteten. Diese Mädchen und Buben haben ein Manko: Sie haben echte Schwierigkeiten damit, alleine am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen. Gemeinsam mit anderen – das ist ihr Rezept.

Die Kombination aus verschiedenen Sinnesorganen nutzt der motorische Lerntyp. Schulkinder, die zu dieser Gruppe zählen, müssen ausprobieren, testen, quasi „mit den eigenen Händen“ die Erfahrungen sammeln. Dabei stehen die „Hände“ stellvertretend für die verschiedenen Sinnesorgane, die das Kind nutzt.

Neben diesen „klassischen“ Lerntypen gibt es beispielsweise noch Kinder, die einen ausgeprägten Bezug zu ihnen sympathischen Lehrern haben. In diesem Fall spricht man vom personenorientierten oder –zentrierten Lerntypen. 

Es ist eine Frage des Ausprobierens, welche Art zu lernen bei Ihrem Kind am besten klappt. Diese sollte grundsätzlich genutzt werden, da sich dann schnell Lernerfolge einstellen, die das Kind weiter motivieren. Darüber hinaus sollten aber auch die anderen Arten des Lernens immer wieder mit einbezogen werden, da sich gezeigt hat, dass dann der erlernte Stoff sich dauerhaft sehr gut festigt.


Text: Mag.Celina Thimm

Fotocredit: Kamira/Shutterstock.com




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