Tag 8 bis 14: Die Keimblase nistet sich ein

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Der Zellhaufen, der einmal ein Mensch wird, dockt in  dieser zweiten Woche nach der Befruchtung an die Gebärmutter an. Für die werdende Mami ist es noch die  Ruhe vor dem Sturm.

Innerhalb der zweiten Woche nach der Befruchtung (zwischen dem achten und zehnten Tag) findet die Blastozyste (Keimblase) eine geeignete Stelle in der Gebärmutterschleimhaut, um sich dort einzunisten. Vor dem „Andocken“ an die Schleimhaut schlüpft die Blastozyste noch aus der Zona Pellucida, der Glas haut, die sie zuvor schützend umgeben hat.

Der Zellhaufen wächst weiter in dieser zweiten Woche. Genau genommen sind Sie bislang noch nicht schwanger, denn erst mit dem vollständigen Einnisten der Blastozyste spricht man von der Schwangerschaft. Am Ende dieser  Woche ist dieser Prozess abgeschlossen, wenn sich die Gebärmutterschleimhaut über dem Zellhaufen geschlossen hat.

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Trotzdem wird die Zeit zuvor schon dazugerechnet. Und nicht nur das! Für die Ärzte und Hebammen sind Sie nämlich jetzt schon in der vierten Woche! Das verwirrt Sie? Der Grund ist ganz einfach: Man kann den genauen Zeitpunkt der Befruchtung nicht bestimmen. Deshalb beginnt die Zeitrechnung der Schwangerschaft mit dem letzten Tag Ihrer Periode.

Deshalb dauert das Entstehen des Babys auch 40 und nicht echte 38 Wochen. In dieser Phase nach der Befruchtung treten die typischen Schwangerschaftssymptome noch immer nicht auf. Denn erst mit dem vollständigen Einnisten der Keimblase in der Gebärmutter  wird die Umstellung des Hormonhaushaltes gestartet. Folglich ist, obwohl  die Blastozyste ihren Platz gefunden hat, kann ein Schwangerschaftstest jetzt
noch keine Gewissheit bringen.

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Text: Mag. Lisa Drost
Bild: dr OX/Shutterstock.com