Iron Men – Mode in Stahl

Ritter sind unbeweglich, schwerfällig und eingepfercht in einen stählernen Panzer. Falsch! Mit manchen Rüstungen konnte man sogar Purzelbäume schlagen. Das und noch viel mehr erfahren Sie in der Frühjahrsausstellung des KHM.

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Von 29. März bis 26. Juni 2022 im Kunsthistorischen Museum Wien.

Was verbinden Sie mit dem Wort Harnisch? Ritter, Mittelalter, feste Blechrüstung, Kampf und Krieg?
Lassen Sie sich den Harnisch von einer anderen Seite zeigen: In der Frühjahrsausstellung Iron Men. Mode in Stahl im Kunsthistorischen Museum Wien wird mit Irrtümern aufgeräumt.
Unsere Vorstellung vom geharnischten Ritter ist eine Geschichte voller Missverständnisse: Also empfinden wir ihn zwar als tapfer und männlich, aber gleichzeitig als unbeweglich und schwerfällig, eingepfercht in seinen schweren stählernen Panzer. Dieser scheint einzig und allein für den Kampf gemacht zu sein – ob auf dem Schlachtfeld oder in Turnieren, die uns heute als brutal und martialisch erscheinen.

Sie denken die Rüstung ist schwer…?

… aber sie ist leichter und beweglicher, als man denkt! Sie wog rund 20 bis 30 Kilogramm, also mitunter weniger als die Ausrüstung der modernen Feuerwehr. Das Gewicht verteilte sich zudem auf den gesamten Körper, anders als dies etwa bei einem heutigen Rucksack der Fall ist, der ja nur auf den Schultern lastet. Ein Harnisch ist im Grunde eine Schutzkleidung, die gemacht wurde, um sich mit ihr am Körper zu bewegen. Wäre dies nicht möglich, hätten einander auf den Schlachtfeldern Europas im 15. und 16. Jahrhundert schwerfällige geharnischte Männer gegenübergestanden – es wären friedliche Zeiten gewesen. Um diese Beweglichkeit zu ermöglichen, besteht ein Harnisch aus einer Vielzahl an Einzelteilen, nicht selten bis zu 200. Gehen, laufen und springen sind damit kein Problem. Falls nötig, konnte der Geharnischte auch Purzelbäume schlagen – wie ein spezielles Video in der Ausstellung anschaulich illustriert.

Vermittlungsprogramm für Groß und Klein – die Ausstellung, die die ganze Familie ins Staunen versetzt.

Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm. Tägliche Highlight Führungen sowie spannende Kinderateliers finden an Wochenenden statt.

Für junge Ritterfans

Hier gibt’s die außergewöhnlichsten Verkleidungen, die teuerste Mode aller Zeiten und Rüstungen, mit denen man Purzelbäume schlagen könnte. Kaum zu glauben, oder? Komm und überzeug dich selbst in der Ausstellung Iron Men. Auf geht’s also in die aufregende Welt der Ritter! Was weißt du bereits über die damalige Zeit? Wie sah das Leben eines Ritters aus? Und gab es auch Ritterinnen? Reise 500 Jahre in die Vergangenheit und finde Spannendes und Unglaubliches über Ritter, Rüstungen und Turniere heraus!

Erfahren Sie mehr über das Kinderprogramm für unterschiedliche Alterstufen: https://www.khm.at/erfahren/kinder-jugendliche/programm-fuer-kinder/

Neben dem Programm mit den Kunstvermittlern kann man auch auf eigene Faust die Ausstellung erkunden. Mithilfe des Kids Trails und dem Kids Guide können Sie gemeinsam von Rüstung zu Rüstung stolzieren und alles über Harnische erfahren.

Für alle King-Arthur Fans…

Aber auch für die Eltern und Erwachsene sind täglich mehrmals Führungen durch die Sonderausstellung möglich.

Ritterlich-galant tritt der „Mann in Stahl“ nur der Damenwelt gegenüber auf. Die Ursprünge dieser stereotypen Bilder sowie unsere romantisch-verklärten Vorstellungen von Rittern und Harnischen und dem damit verbundenen Männlichkeitsbild haben zum Großteil viel jüngere Wurzeln, als man vermuten würde: Sie liegen in Darstellungen, die im 19. Jahrhundert entstanden und bis heute in Literatur, Film, TV und Popkultur präsent sind – vom Ritter Ivanhoe bis zu König Artus, von den Rittern der Kokosnuss bis Herr der Ringe und Game of Thrones.

Mit frischem Blick und aus so manch unerwarteter Perspektive lädt die Schau ein, die tatsächliche Lebensrealität der „Männer in Stahl“ in ihren vielfältigen Aspekten kennenzulernen. Iron Men zeigt die künstlerische, kulturelle, aber auch soziale Bedeutung des Harnischs in der Gesellschaft der frühen Neuzeit. Sie illustriert dabei seinen Stellenwert als politisches und dynastisches Symbol, als diplomatisches Geschenk, als persönliches und historisches Erinnerungsstück und nicht zuletzt als hochmodisches stählernes Kleidungsstück und fantasievolle symbolhafte Verkleidung – dies über religiöse, ideologische und auch geschlechtliche Grenzen hinweg.

alle Bilder: Ausstellungsbild © KHM-Museumsverband

 

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Wußten Sie …

dass es für das Kunsthistorische Museum auch eine Familienjahreskarte gibt?

Zum Preis von 79 Euro erhalten 2 Erwachsene und ihre unter 19 Jahre alten Kinder 365 Tage im Jahr gratis Zutritt zu allen Messen des KHM-Museumsverbundes.

Das sind:

– Kunsthistorisches Museum Wien
– Kaiserliche Schatzkammer Wien
– Kaiserliche Wagenburg Wien
– Theatermuseum
– Weltmuseum Wien mit Hofjagd- und Rüstkammer und Sammlung alter Musikinstrumente
Schloss Ambras Innsbruck
– Theseustempel

Außerdem können Sie

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  • zum vergünstigten Preis jederzeit an Kinderführungen, Workshops, Ateliers teilnehmen
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