Light-Produkte – die Lösung

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Das passiert in Erholungszentren, Thermalbädern, Hotels – und langsam auch im Privatbereich. Dass da die Ernährung an vorderster Stelle steht, ist kein Geheimnis.

www: Wer will Wellness

Ohne exaktes Time-Management geht aber auch da gar nichts. Dieser Tatsache gerecht zu werden versucht die große Produktpalette der Wellness-Produkte. Allen voran all jene, die den täglichen Grundbedürfnissen dienen: Nahrungs- und Genussmittel. Ein kleiner Streifzug durch die Geschäfte zeigt: Fast wöchentlich gibt’s etwas Neues unter der Bezeichnung “Wellness”.

Dr. Angelika Trachtenberg ist gelernte Psychologin und seit vielen Jahren geschäftsführende Gesellschafterin der Werbeagentur BBDO Austria. Sie weiß, wie der Hase läuft: Besonders in den letzten Jahren zeigen sich deutlich veränderte Ess-Bedürfnisse in unserem Land. Mahlzeiten müssen nicht nur gut schmecken, sondern hohen Ansprüchen gerecht werden: nämlich hinsichtlich Zeitaufwand (möglichst gering), Inhaltsstoffen (möglichst natürlich), Qualität (möglichst hoch) und Genuss (ohne schlechtes Gewissen).

Gekocht wird immer weniger: Je jünger die Leute, je kleiner der Haushalt, desto eher der Verzicht auf das umfassende, traditionelle Ritual: wählen-kaufen-zubereiten, das aber doch ohne Zweifel eine fast sinnliche Komponente hatte. Verliebte Pärchen, die auf den Markt schlendern um auszusuchen, zu probieren und dann zuhause gemeinsam zu kochen, sieht man immer seltener.

Dabei gibt es bereits die “Internationale Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss”! Schriftsteller, Bauern, Forscher und Lebensmittelhersteller aus der ganzen Welt wollen uns wieder dazu bringen, langsamer zu werden – nicht als Anti-FastFood-Kampagne, sondern gegen die Verkümmerung des Geschmacksinnes. (Eine “Slow-Food-Bewegung” gibt es in Italien übrigens schon seit Jahren!). Die große Mehrheit der Konsumenten jedoch will das allgemeine Wohlbefinden auf sanfte Weise steigern – ohne viel Aufwand und möglichst ohne Zeitverlust.

Alles ist möglich. Ist alles möglich

Kein Wunder also, wenn Snacks (Imbisse), Finger Food (also ohne Besteck zu konsumieren) und Take-away-Menüs (wie Pizza vom Italiener oder Frühlingsrollen-Menü vom Chinesen) im Vormarsch sind. Wellness in allen Lebensbereichen, das ist die ultimative Herausforderung an die Produkte von heute!
Was also bedeutet Wellness?

sich wohlfühlen, sich etwas Gutes tun, sich etwas gönnen
Meditation, Esoterik, autogenes Training, Ruhe
Geist und Körper
Nähe zur Natur
ich ernähre mich gesund
Spaß und Genuss
Nahrungsmittel: Tee, Obst & Gemüse, Molkereiprodukte, Fruchtsäfte, Tofu, Sekt, stilles Mineralwasser, Müsli, Marmelade, Designer Food
Light, Bio, Fitness
Das Zauberwort “light” richtet sich ganz klar an die Adresse der Schlanksein-Wollenden. Light-Produkte helfen unerwünschte Gewichtszunahme zu verhindern. Es wird kein neues Produkt geschaffen, sondern ein bestehendes wird modifiziert (nämlich fett- und/oder zuckerarm gemacht). Kernzielgruppe: Figurbewusste Konsumenten, eher weiblich, zwischen 30 und 50 Jahren

Der “Bio”-Trend
wurde von kritischen Konsumenten und einem wachsenden Verbraucherbewusstsein ins Leben gerufen. Eine Reihe von Lebensmittelskandalen hat dabei den Absatz gefördert. Bio-Produkte stellen die Natürlichkeit und Reinheit in den Vordergrund. Neben zahlreichen Gütesiegeln wird oftmals versucht, einen Regionalbezug herzustellen, womit die Produkte noch leichter zugeordnet werden können, was die Bio-Konsumenten sehr schätzen.

Kernzielgruppe: Aufgeklärte, oft kritische Konsumenten, die bereit sind, für ihre Ernährung mehr als der Durchschnitt auszugeben. Bio-Produkte avancieren dadurch oft zum Premium-Produkt.

“Fitness-Produkte”
bauen, ähnlich wie Light-Produkte, auf wachsendem Körperbewusstsein auf. Gegensätzlich ist, dass “light” etwas weg- lässt, während Fitness-Produkte den Körper wieder “auftanken”, also jene Stoffe zurückgeben, die er zuvor durch sportliche Leistung verloren hat. Keine Rede von Kalorienreduktion also.

Kernzielgruppe: Sportliche, fitnessbewusste Menschen, die regelmäßig hohen körperlichen oder geistigen Anstrengungen ausgesetzt sind. Sie wollen Kraft und Energie auftanken bzw. dem Leistungsabfall vorbeugen. Fitness-Produkte stehen sozusagen als Bindeglied zwischen Leistung und Erfolg.

Zukunftsorientiert

Wellness-Produkte sollten also möglichst allen drei Trends (Light, Bio, Fitness) Rechnung tragen. Daraus muss folgen: Wellness-Produkte haben eine Geschmacks- und eine Gesundheitskomponente. Nicht nur die unkomplizierte Zubereitung der Speisen (Stichwort. “Convenience”) soll so leicht wie möglich sein, sondern auch die Inhalte müssen “stimmen”.

Dem Trend zu ernährungsbewusster und gesunder Kost kann man jedenfalls auch folgen, wenn man immer wieder “nur” Packerlsuppen, Fertigprodukte und fix-fertiges “Nudelzeug” futtert. Eine große Portion grüner Salat dazu, die frische Vitaminzufuhr ist perfekt. Viele (tiefgekühlte oder frische) Kräuter dazugeben, als Nachspeise frisches Obst – und das schlechte Gewissen angesichts der praktischen “Packerlkost” muss absolut nicht sein!

Die ungesunden Haltbarmacher früherer Dosenkost sind ohnedies Schnee von gestern, heute wird durch Erhitzen sterilisiert – und die praktischen Convenience-Gerichte sind auch nicht viel anders als Vorgekochtes, das sie selbst tiefgefroren haben. Dazu kommt, dass Österreich eines der strengsten Lebensmittelgesetze der Welt hat!

Also, ran an die Regale. Auf zu neuen Ernährungswegen. Probieren Sie aus, was die neuen Wellness-Produkte können und verzichten Sie bewusst auf Firlefanz. Exotische, sauteure Getränke mit den (angeblich) tollsten Wirkungen können Sie getrost vergessen. Mineralwasser mit frisch gepresstem Zitronensaft ist immer noch das Beste – und Preigünstigste. Körndlfutter mit Sojabestandteilen ist auch nicht jedermanns Sache.

Wenn Sie aber “Nudeln mit Tomatensauce – fertig in nur fünf Minuten” finden – probieren Sie’s aus! Wenn’s schmeckt, warum nicht? Preisgünstig obendrein? Ideal! Die frischen “Nebensächlichkeiten” wie knackiges Gemüse, zarter Salat, köstliches Obst sind da die idealen Ergänzungen – ohne viel zusätzlichen Zeitaufwand und ohne große Löcher im Budget.

Rezepte

Schollenfilet mit grünem Spargel und Kerbelsauce
2 Portionen, Zubereitung ca. 30 Minuten

Zutaten für 2 Personen:
125 g grüner Spargel, 4 Schollenfilets (gesamt ca. 300 g), 3 EL Öl, 8 Kirschparadeiser
Sauce:
60 ml Weißwein, 125 ml klare Suppe, 125 ml Sauerrahm, 1 gestr. EL glattes Mehl, 1 kleiner Bund Kerbel (gehackt)
Außerdem: Salz, Pfeffer und Zitronensaft

1. Backrohr auf 50 °C vorheizen. Unteres Drittel der Spargelstangen schälen, die trockenen Enden wegschneiden. Leicht gesalzenes Wasser aufkochen, Spargel darin bissfest kochen (ca. 5 Minuten).

2. Schollenfilets mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen und in heißem Öl beidseitig braten (dauert insgesamt ca. 1 Minute). Gegen Ende der Garzeit Paradeiser zugeben und kurz mitbraten. Fischfilets und Paradeiser im vorgeheizten Rohr warm stellen.

3. Bratrückstand mit Wein und Suppe ablöschen und aufkochen. Sauerrahm mit Mehl vermischen und einrühren. Sauce ca. 1 Minute köcheln, Kerbel einrühren und die Sauce mit einem Stabmixer aufschlagen.

4. Spargel aus dem Kochfond heben und gut abtropfen lassen. Schollenfilets mit Spargel, Paradeisern, Kerbelsauce und den Erdäpfeln (siehe Rezept) anrichten.
Nährwert pro Portion:
469 kcal / 1.965 kJ; 28 g Fett; 13,4 g KH; 1,1 BE; 100 mg Chol.

Buttererdäpfel
2 Portionen, Zubereitung ca 25 Min.

300 g speckige Erdäpfel schälen, der Länge nach vierteln oder sechsteln und in Salzwasser bissfest kochen. Erdäpfel in einem Sieb gut abtropfen lassen. 1 EL Butter bis zum Aufschäumen erhitzen, Erdäpfel zugeben und behutsam darin schwenken.

Nährwert pro Portion
162 kcal / 680 kJ; 6,4 g Fett; 22,3 g KH; 1,8 BE; 18 mg Chol.

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