Süsser Zahn

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Ohne Desserts wäre Annik Weckers Welt nicht in Ordnung. „Von allen Gerichten sind mir Süßspeisen am liebsten. Menüs könnten meinetwegen damit anfangen und mit kleinen Pralinen und Leckereien zum Kaffee enden“, meint die 36-jährige Münchner Kochbuchautorin, die ursprünglich aus Bremen stammt. Oft wird die Ehefrau des Liedermachers Konstantin Wecker auf Partys gebeten, doch eines ihrer köstlichen Desserts mitzubringen. „Das mach ich nur allzu gerne, vor allem seitdem ich festgestellt habe, dass die Dessertfee immer das größte Lob absahnt“, lacht Annik.

Ihrer kreativen Ader kann die zarte Blondine bei der Gestaltung ihrer Rezepte freien Lauf lassen, von klassischen Rezepturen, die sie „Annik-mäßig“ verfeinert, bis zu extravaganten Ideen, die sie in die Zubereitung einbringt. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass eines Tages der Gedanke zu einem Dessertbuch im Raum stand. Wichtig dabei war der leidenschaftlichen Köchin, eine möglichst breite, süße Vielfalt zu präsentieren: Klassiker ebenso wie moderne oder exotische Rezepte. Warme Süßspeisen und Eis oder Sorbets. Aufwändige Spitzenkreationen und schnelle, leichte Kleinigkeiten, die auch im Alltag keine Zeitprobleme verursachen. „Denn Zeit ist bei uns Köchinnen und Köchen immer knapp – als Mutter von zwei Kindern weiß ich, wovon ich rede!“

Saisonale Zutaten sind ihr ein Muss, und der Gang über den Markt gehört zu Anniks liebsten Beschäftigungen. In der kalten Jahreszeit wird natürlich manchmal auf Tiefgekühltes oder Eingemachtes ausgewichen. „Wer mag, kann ja das Obst in der Saison einfrieren oder einmachen.“ Dass nicht jedermann(frau) ein küchentechnisch taugliches Händchen hat, ist Annik natürlich bewusst. Damit die Rezepte auch tatsächlich bestens gelingen, war es der Autorin wichtig, nützliche Küchentipps – angefangen vom Umgang mit einem Wasserbad über notwendiges Handwerkszeug bis zur Erklärung einzelner Grundrezepte – in ihr Buchkonzept einzuplanen.

Für Annik steht jedoch nicht nur der Geschmack im Vordergrund – „die Augen essen ja immer mit!“ – sie will auch, dass ihre Speisen ansehnlich präsentiert werden. So sorgt sie mit zahlreichen Dekotipps dafür, dass in Zukunft selbst Dessertverweigerer auf ihre Nachspeise nicht mehr verzichten möchten. Die Fotos hat Annik Wecker übrigens selbst in ihrem Garten geschossen: „Sie zeigen all die süßen Sachen in meinen Lieblingsgeschirrteilen mit Tischdecken oder Servietten, die mir besonders gefallen.“

So oder so ähnlich werden die fertigen Desserts wohl auch bald auf Ihrem Tisch aussehen. Gutes Gelingen!

Milchcreme mit Baiser

Zutaten für 4 -6 Portionen

1 Dose gezuckerte Kondensmilch (390 ml),
400 ml Kondensmilch (10 % Fett),
3 Dotter,
Salz,
1 Eiweiß,
40 g Zucker, gemahlener Zimt zum Bestäuben

Zubereitung

Gesamte Kondensmilch unter gelegentlichem Rühren 25 Min. bei geringer Hitze köcheln.
Dotter und Prise Salz verquirlen, unter ständigem Rühren in die heiße Masse gießen.
10 Min. bei geringer Hitze köcheln, dabei ständig rühren.
Durch ein Sieb streichen und in Gläser füllen.
Eiweiß mit Prise Salz steif schlagen, Zucker einrieseln lassen, weiterschlagen, bis eine feste, glänzende Masse entsteht.
Eischnee auf der Creme in den Gläsern verteilen, mit etwas Zimt bestäuben.

Nachschlag gefällig? Weitere tolle Ideen finden Sie auf Anniks Website www.annik.de

Fotos: Dorling Kindersley Verlag

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