SSW 14: Rundum gut versorgt

Von seiner Mami bekommt das Baby alle notwendigen Nährstoffe. Langsam beginnt es auch, Fruchtwasser zu trinken und mit seinen winzigen Nieren Urin zu produzieren.

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Es ist eine All-inclusive-Unterbringung auf höchstem Niveau: Das Baby wird mit allem versorgt, was es zum Leben, zum Wachsen und zum Ausbilden der einzelnen Körperteile braucht. Außerdem ist es warm und weich gebettet, denn das Fruchtwasser umgibt das Kleine, schützt es und hat wohlige 37,5 Grad Celsius. In dieser 14. Schwangerschaftswoche sind es noch 0,1 Liter (100 Milliliter), in denen das Baby schwimmt. Im letzten Monat der Schwangerschaft sind durchaus 1,5 Liter Fruchtwasser möglich. Die Flüssigkeit hat neben der schützenden und wärmenden Funktion auch den Zweck, dass Babys Nieren ihre Arbeit aufnehmen können. Denn das Kleine  trinkt  vom Fruchtwasser, was schließlich zur Urinproduktion beiträgt.

Den Urin gibt das Kleine dann ins Fruchtwasser ab. Das wird allerdings ständig erneuert – innerhalb weniger Stunden einmal komplett. Eine Studie hat ergeben, dass das ungeborene Kinde den Geschmack des Fruchtwassers wahrnimmt. Bitterstoffe sorgen dafür, dass es nicht weiter von der Flüssigkeit trinkt, süße Bestandteile fördern das Trinken. Während das Öffnen des kleinen Mundes inzwischen wie am Schnürchen klappt, sind die  mittlerweile gebildeten Lider geschlossen.Das Kleine öffnet sie erst in einigen Wochen. Die Augen sind auf ihrem Weg von den Seiten des Köpfchens nun schon fast am Ziel angekommen, ihrer Position neben dem Näschen. Weiters können auch weitere Veränderungen an der Haut des inzwischen rund  siebeneinhalb Zentimeter großen Fötus festgestellt  werden. Sie verliert weiter an Transparenz, auf ihrer Oberfläche bilden sich allmählich die ersten Härchen. Unterm Strich hat das Kleine in der letzten Woche sein Gewicht um 75 Prozent auf nun 35 Gramm erhöht.

Obacht beim Gewicht

Auch bei Ihnen als werdender Mami wird sich beim Blick auf die Anzeige der Wage etwas tun: Sie nehmen zu. Noch ist es nicht allzu viel: Die Summe aus Fruchtwasser, Plazenta, Baby und zusätzlichem mütterlichem Blut wird noch klar unter einem Kilogramm liegen. Höhere Gewichtszunahmen sind wohl auf eine nicht angepasste Ernährung und zu wenig Sport zurückzuführen. Wenn Sie sich vollwertig und ausgewogen ernähren – und nicht wesentlich mehr Kilokalorien pro Tag zu sich nehmen, schaffen Sie eine optimale Grundlage, um auch die nächsten Wochen fit zu bleiben. So lange Sie noch keine Babykugel mit sich herumtragen, sollten Sie sich auch sportlich betätigen. Walking und ausgedehnte Spaziergänge oder aber  Schwimmen sind tolle Bewegungsmöglichkeiten. Sie sorgen dafür, dass der Kalorienverbrauch angekurbelt wird. Außerdem tut es dem Herz-Kreislauf-System gut. Im Laufe der Schwangerschaft steigt nämlich in vielen Fällen der Blutdruck an.

Auch wenn sich die Experten streiten, wie viel Energie beim Sex verbraucht  wird; in jedem  Fall ist das körperliche Miteinander eine Bereicherung. Sie werden ihn unter Umständen anders erleben als sonst, weil Ihr Vaginal bereich besser durchblutet und empfindlicher ist. Außerdem spricht bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft nichts gegen den Geschlechtsverkehr. Nicht nur im Bett sollte vieles gemeinsam passieren. Beziehen Sie Ihren Partner ganz aktiv mit in Ihre Schwangerschaft mit ein. Auch für ihn ist alles neu und anders – und er ist vielfach damit überfordert.Sprechen Sie über das kleine Leben in Ihrem Bauch, planen Sie gemeinsam für die Zukunft und nehmen Sie ihn doch mit zur Geburtsvorbereitung. Schauen Sie sich in den nächsten Wochen doch gemeinsam die Kliniken in Ihrer Umgebung an, tauschen Sie sich über die dortige Geburtshilfe aus. Denn es macht Sinn, dass Sie sich in einem eher frühen Stadium der Schwangerschaft einen Überblick  verschaffen und sich für ein Spital entscheiden. Unter Umständen werden Ihnen nämlich in den letzten Schwangerschaftswochen die Strapazen zu viel.

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Text: Mag. Lisa Drost
Bild:dr OX/Shutterstock.com