Mamis Milchbar ist geöffnet

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Die Muttermilch liefert alles, was Ihr Kind zum Leben braucht. Mit der Energie und dem Eiweiß kann es wachsen und sich entwickeln. Die enthaltenen Antikörper unterstützen zudem das Immunsystem

Scherzhaft wird Mamis Brust gerne auch als „Milchbar“ bezeichnet. Sie versorgt Ihr Baby mit allem, was es zum Leben, zum Wachsen und für die Entwicklung benötigt. Denn die Muttermilch setzt sich aus Wasser, Kohlenhydraten und Fetten, Eiweißen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Vitaminen zusammen. Die Hersteller von Säuglingsnahrung versuchen das zu kopieren, was die Natur so einmalig geschaffen hat. Ein großer Problempunkt waren in der Vergangenheit die Eiweiße aus der Kuhmilch, die wegen ihrer Unverträglichkeit bei vielen Babys zu Problemen geführt hat. Inzwischen haben die Produzenten Wege gefunden, die Eiweiße soweit zu zerkleinern, dass sie von Babys Organismus nicht mehr als allergene Stoffe erkannt werden.

Die Muttermilch kann aber noch mehr – und hier ist der große Unterschied zu den künstlich hergestellten Produkten: Mamis Milch liefert eine Reihe von wichtigen Antikörpern, die Babys Abwehr stärken. Auf diese Weise kann das Immunsystem Ihres Kindes viel, viel besser mit Erregern fertig werden. Das zeigt sich wiederholt in medizinischen Studien: Gestillte Kinder bekommen seltener bestimmte Infektionskrankheiten als Kinder, die ausschließlich künstliche Babynahrung erhalten haben. Weiters leiden Menschen, die als Baby gestillt worden sind, seltener und weniger an Allergien.

Perfekte Hygiene
Aus dem Grunde wird in den mitteleuropäischen Ländern versucht, dass möglichst jede Mami ihrem Kind zumindest in den ersten Tagen nach der Geburt die Brust gibt. Leider ist in manchen Fällen einfach nicht genug Milch vorhanden, um das Kind ausschließlich mit Muttermilch zu versorgen. Hier sowie zum Beispiel bei der Einnahme bestimmter Medikamente muss das Kind (zusätzlich) mit dem Fläschchen industrielle Säuglingsnahrung erhalten. Daneben gibt es noch einen großen Vorteil, den nur Mamis „Milchbar“ hat: Sie ist immer verfügbar. Es ist kein Vorbereiten notwendig. Die Milch ist optimal temperiert. Zudem erfüllt sie den absolut perfekten Hygienestandard. Dafür müssen die Fläschchen und Nuckel erst desinfiziert werden.

Auch aus Babys Sicht ist es eindeutig von Vorteil, wenn es an Ihre Brust darf. Denn der Verdauungstrakt des Kleinen ist während der Schwangerschaft gerade für die Muttermilch vorbereitet worden. Ferner wird durch das Anlegen an Ihre Brust die Mutter-Kind-Beziehung nachhaltig verbessert. In den ersten Tagen nach der Geburt wird Ihr Baby etwa zehn- bis zwölfmal gestillt beziehungsweise erhält das Fläschchen. Die Zahl reduziert sich im ersten Lebensmonat auf etwa acht Mahlzeiten. Das Baby bestimmt dabei, wie oft es Hunger hat und wie viel Milch es trinken will.

Grundsätzlich reichen Muttermilch oder industrielle Säuglingsnahrung als ausschließliche Nahrungs- und Flüssigkeitsquelle für eine ganze Zeit aus. Bei Bedarf kann zusätzlich Wasser oder ungesüßter Tee gegeben werden. Die Milch liefert viel Energie, was gerade anhand der täglichen Gewichtszunahme in den ersten Lebenswochen deutlich wird. Denn Ihr Baby legt dann rund 20 Gramm in 24 Stunden zu. Allerdings wird mit der Zeit das Zufüttern notwendig, weil Ihr Kind dann mehr Energie braucht als die Milch liefern kann. Etwa ab dem sechsten Lebensmonat kann begonnen werden, Beikost zu füttern.

Text: Mag. Celina Thimm
Bild:Petrenko Andriy/Shutterstock.com