Reich für Minis

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wie Sie diese meistern und dabei auch noch schön wohnen. Die besten Tipps für die gemütliche Familienwohnung.
Text: Marion Breiter-O’Donovan

Eine Wohnung mit Kindern muss um einiges funktionaler sein als eine Singlewohnung. Wo steht der Wäscheständer, an dem immer Wäsche hängt? Ist die Tapete, die den Flur so schön macht, auch abwaschbar? Und wo platziert man Gummistiefel und Regenhosen, damit sie – trocken, versteht sich – für den nächsten Einsatz bereit sind? Und Stauraum muss die Wohnung haben. Denn es sammelt sich jede Menge Zeug an, das untergebracht werden will“, umreißt Sarah Menz in ihrem Buch „Unser Nest! Lässig wohnen mit Familie“ (Callwey) das tägliche Dilemma in der Familienwohnung. Zwei Schritte führen aus der Misere: Erstens gute Planung. Die Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder sollten genau hinterfragt und dementsprechend die Zimmer „vergeben“ werden. Mama braucht einen ruhigen Platz fürs Home-Office, Papa seine Bastelecke und die Kids sollten ein Kinderzimmer haben, in dem ausreichend Platz zum Schlafen, Spielen, Lernen, Kuscheln etc. ist. Es zahlt sich also aus, den Kindern ein großzügiges Zimmer zu geben.

Bedenken Sie: Sie selbst schlafen, arbeiten und entspannen nicht in einem Raum der Wohnung – die Kinder aber schon. Ihr eigenes kleines Reich sollte ihnen die Möglichkeit bieten, dieses auch als solches zu sehen. Zweitens sollte man die Familienwohnung möglichst praktisch gestalten. Mit reichlichem Stauraum im Kinderzimmer kann man das ärgste Chaos in den Griff bekommen – und wenigstens teilweise verhindern, dass die Kids ihr Spielzeug in der ganzen Wohnung verteilen. Laden für Kleinkram, Kommoden oder Regale für die Spielsachen, einfach zu befüllende Spielzeugkisten oder -körbe, Schreibtische mit entsprechenden Laden und Fächern helfen Kids (und Eltern) beim Ordnunghalten. Aufräumen ist generell nicht die Stärke der Kids, aber man kann es ihnen zumindest erleichtern. Auch in Bereichen wie Küche oder Wohnzimmer sollten Kinder ihre Laden, Fächer oder zum Beispiel ein Körbchen haben, in dem ihre eigenen Sachen ganz einfach zu verstauen sind.



Rückzugsräume

Kinder lieben das Individuelle. Mit einfachen Mitteln und etwas Geschick werden selbst aus fertigen Einrichtungslösungen ganz besondere Räume. So liegt das Gestalten mit Magnet- und Tafelfarbe nicht umsonst im Trend. Ein alter Kindertisch, der mit grüner, blauer, roter oder schwarzer Tafelfarbe gestrichen wird, wird zu einem einzigartigen „Schreibtisch“, auf dem man gleich mit Kreide seine Künste ausprobieren kann. Eine Kinderzimmerwand oder eine Kastentür wird zur überdimensionalen Malfläche und auch Magnetfarbe verhilft zur Mehrfach-Nutzung von Wand oder Tür. Übrigens nicht nur im Kinderzimmer ein kostengünstiger Weg, um einen Raum ganz individuell zu gestalten und kleine Schrammen in den Griff zu bekommen. Auch Stickers, die es mittlerweile für Wände, Kastenfronten und Fenster gibt, erfüllen diesen Zweck. Ganz einfach werden damit aus Kinderzimmern Piratenverstecke und Prinzessinnenschlösser oder Mini-Zoos, die Geborgenheit schaffen und die Fantasie anregen. Apropos Fantasie anregen: Dazu tragen auch Rückzugsmöglichkeiten ihren Teil bei.

Ob man nun große Pölster auf das Bett häuft, aus denen Schiffe, Häuser oder Höhlen gebaut werden dürfen, die Kinder einen Karton lustig bemalen lässt, einen Tisch mit einem Tuch in ein Haus verwandelt oder fertige Lösungen wie Spielhäuser aus Holz, Kunststoff, Karton oder Zelte bevorzugt – Kinder lieben ihre Miniatur-Verstecke. Da wird für Puppen gekocht, mit Freunden gespielt, gelesen, geträumt; Hauptsache, die Erwachsenenwelt bleibt draußen. Und das Bewohnen der Familienwohnung wird zum Vergnügen aller.

Die Idee für eine eigene Kinder- Kollektion habe ich schon sehr lange mit mir herumgetragen und in vielerlei Hinsicht ist dies wahrscheinlich das bisher Persönlichste meiner Hometrend-Dessins. Frauke Ludowig, TV-Moderatorin und Journalistin

Fotos: Ikea, Marc Eggimann / Vitra www.vitra.com

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