Nach Fehlgeburt Immuntherapie

Blutbestandteile des Partners sollen im Körper der Frau den Schutz des ungeborenen Lebens erhöhen.

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Die moderne Medizin will Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch durch eine Anti-Körpertherapie helfen. Gerade nach einer vorangegangenen Fehlgeburt hat sie im Klinikversuch die Chance schwanger zu werden mit der Antikörpermethode um bis zu zehn Prozent erhöht.
Bereits in den 1980er Jahren haben Kieler Wissenschaftler die „Immuntherapie mit Partnerlymphozyten“ erstmals angewendet. Dabei werden Teile der weißen Blutkörperchen aus dem Blut des Mannes herausgefiltert und als Transfusion in den Blutkreislauf der Frau gebracht.

Schutz des Embryos

Bislang gehen die Forscher davon aus, dass durch die Gabe der Blutkörperchen die Schutzreaktion im Körper der Schwangeren verbessert wird, obwohl der Fötus als Fremdkörper abgestoßen werden müsste. Das passiert nicht, weil die werdende Mami durch einen speziellen Mechanismus für den Fall einer Schwangerschaft hat.
Neben dieser „natürlichen“ Immuntherapie gibt es chemische Präparate auf dem Markt, die eine Abstoßreaktion mindern oder verhindern sollen. Teilweise sind diese Medikamente aber umstritten oder sogar bereits verboten worden.

Nach Fehlgeburt Immuntherapie 

Besonders bei Frauen, die schon eine Fehlgeburt hinter sich haben, kann die Immuntherapie helfen. Ziel ist es, die Chance einer erneuten Schwangerschaft zu erhöhen und zugleich das Risiko für eine Fehlgeburt zu minimieren. 

Text: Stefan Trockel
Fotos: Shutterstock.com