Wechseljahre mit 40? Der Follikelvorrat ist erschöpft

Sie sind Mitte oder Ende 30. In der heutigen Zeit ist es in den meisten Fällen kein Problem, in diesem Alter ein Baby zu bekommen. Doch plötzlich stellen sich alle Symptome der Wechseljahre ein.

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Wechseljahre – ab wann?

Üblich ist der Eintritt in die Wechseljahre mit knapp über 50 Jahren. Das sagen zumindest die Statistiker für Mitteleuropa. Allerdings beginnen die Wechseljahre für rund ein Prozent der Frauen hierzulande schon mehr als zehn Jahre früher.
Einer der Auslöser ist genetisch bedingt. Denn die Frau wurde schon bei ihrer Geburt mit relativ wenigen Eizellen ausgestattet. Ist dieser Follikelvorrat aufgebraucht, kann eben auch kein Eisprung mehr stattfinden. Die Notwendigkeit des monatlichen Zyklus ist nicht mehr gegeben und folglich stellt der Organismus auf Wechseljahre um.
Eine weitere Ursache wird zurzeit von den Wissenschaftlern diskutiert: Als (Spät-)Folge einer Krebsbehandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie könnten die verfrühte Menopause ausgelöst werden. Die genauen Ursachen sind aber noch nicht klar.
Weiters steht auch das Rauchen auf dem Prüfstand für die Prämature Menopause. Dabei vermuten die Wissenschaftler, dass durch das Nikotin die Äderchen der Eierstöcke derart verstopft werden, dass sie nicht mehr ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen können. Grundsätzlich kommen Raucherinnen im Vergleich zu Nichtraucherinnen früher in die Wechseljahre.

Es gibt ein wenig Hoffnung

Frauen mit Prämaturer Menopause müssen nach Ansicht von Fachärzten eine Hormonersatztherapie bekommen. Diese besteht aus Östrogenen und Gestagenen. Geschieht dies nicht, besteht ernsthafte gesundheitliche Gefahr: Es drohen schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßerkrankungen, schmerzhafte Osteoporose und psychogene Erkrankungen.
Mit einer medikamentösen Therapie kann Patientinnen mit Prämaturer Menopause zum Babyglück verholfen werden. Bei rund fünf bis zehn Prozent der Betroffenen war eine Schwangerschaft möglich. Eine weitere Verbesserung versprechen sich Mediziner von neuen Medikamenten, für deren Wirksamkeit allerdings noch die notwendigen Studien fehlen.

Wechseljahre mit 40? Der Follikelvorrat ist erschöpft

Warum Mutter Natur einige Frauen schon mit Mitte 30 in die Wechseljahre schickt, ist nicht bis zur Gänze erforscht. In manchen Fällen ist schlicht der Vorrat an Eizellen erschöpft, in anderen Fällen spielen die Hormone eine Rolle.

Text: Stefan Trockel
Fotos: michaeljung/Shutterstock.com