SSW 34: Die Geburt im Blick haben

Halten Sie sich fit und entscheiden Sie sich frühzeitig für Ihr Wunsch-Spital. Dann wird die Entbindung zum schönsten Tag in Ihrem Leben!

Werbung

Eine haarige Angelegenheit ist die Haut des kleinen Menschen in Ihrem Bauch. Denn neben der Lanugobehaarung, die noch auf den meisten Stellen des Körpers vorhanden ist, weisen einige Babys inzwischen eine volle Haarpracht auf. Andere haben hingegen nur einige Strähnen auf ihrem Köpfchen. Dieses Wissen kommt auch von der durchaus ansehnlichen Zahl an Babys, die in der 34. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen.

Sie sind, sofern die Schwangerschaft ansonsten normal verlaufen ist, zwar zu früh dran, gleichwohl haben Sie beste Chancen auf ein ganz normales Leben. Sollte die Lunge noch nicht ganz ausgereift sein, so kann dies recht problemlos behandelt werden. Natürlich drücken wir die Daumen, dass Ihr Kind es noch eine Zeit lang in Ihrem Bauch aushält, wo es ja nun einmal alles hat, was es braucht. Und so wächst das Kleine weiter auf gut 44 Zentimeter Körperlänge vom Kopf bis zu den Füßchen und legt im Wochenvergleich mehr als 250 Gramm auf nun 2200 Gramm zu.

Fit für die Geburt
In wenigen Wochen werden Sie Ihr Kind auf die Welt bringen.Die Entbindung ist ein kräftezehrender Akt, auf den Sie sich – zumindest ein wenig  –  vorbereiten sollten. Stellen Sie sich Ihr ganz persönliches Fitnessprogramm zusammen, was allerdings immer maßgeblich von ihrer aktuellen Verfassung und körperlichen Leistungsfähigkeit beschränkt wird. Die Basis sollte der tägliche Spaziergang sein. Immer schön in Ihrem Tempo, mit den notwendigen Pausen. Vielleicht kreieren Sie eine Runde mit festen Punkten, an denen Sie sich hinsetzen und ein wenig verschnaufen können. So haben Sie bei jeder Etappe das Ziel vor Augen, was immer ein wenig anspornt. Und wenn dann auch noch vielleicht eine Bank im Grünen mit einem herrlichen Ausblick wartet, dann werden die Strapazen belohnt.

Als Ergänzung und strukturgebende Veranstaltungen im Wochenablauf sollten Sie die Geburtsvorbereitung und – nach ärztlichem Ok – auch  die Schwangerschaftsgymnastik fest einplanen. Achten Sie darauf, dass das sportliche Programm immer von einer sehr (!) gut ausgebildeten Trainerin, am besten einer Hebamme, durchgeführt wird. Versuchen Sie nach Möglichkeit nicht auf eigene Faust gymnastische Übungen zu machen. Nur wenn die Bewegungen richtig ausgeführt werden, können Sie sicher sein, dass Sie den Organismus nicht unnötig belasten und dass der erhoffte Effekt bald eintritt.

Ein gutes Schwangerschaftstraining richtet sein Augenmerk vor allem auf zwei Muskelgruppen. Dies ist zum einen der Rücken, dem im Laufe der Schwangerschaft so einiges abverlangt wird.Eine gestärkte Rücken muskulatur kann die Wirbelsäule deutlich besser halten und die Belastungen durchs zusätzliche Gepäck mindern. Daneben sollten Sie besonders die Beine trainieren. Mit Spaziergängen schaffen Sie schon eine wunderbare Basis dafür. Weitere Kräftigungsübungen schulen die Muskeln, damit Sie während der Wehen gegebenenfalls stehen und so die Schwerkraft unterstützend nutzen können.

Spital aussuchen
Es gibt im Vorfeld der Entbindung eine ganze Reihe von tollen Hilfsmitteln, die Ihnen die Anstrengungen der Wehen erleichtern können. Nicht jedes Spital hält alles bereit. Deshalb sollten Sie sich rechtzeitig nach einem geeigneten Krankenhaus umschauen. Schließlich sollen Sie sich dort wohl fühlen. Die meisten Spitäler bieten Schnupperabende an, an denen werdende Mamis und Papis über das Krankenhaus und die Möglichkeiten informiert werden. Und sie können den Kreißsaal, ein Musterzimmer und die sonstigen Einrichtungen in Augenschein nehmen. Sie sollten auch mit Ihrem Partner besprechen, ob der bei der Geburt dabei sein will. Vielleicht wollen Sie ihn auch nicht unbedingt dabei haben. Sprechen Sie offen und ehrlich miteinander. So können die Bedürfnisse von Ihnen beiden möglichst gut berücksichtigt werden.

Weiterer Artikel

Woche 35: Nur noch kleine Mahlzeiten

https://www.fratz.at/mini_welt/143661_Schwanger.htm#.VX6QoEZv4cs

Text: Mag.Lisa Drost
Bild:dr OX/Shutterstock.com