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    Obst, Vollkornbrot und Milch für die Pause

    Obst, Vollkornbrot und Milch für die Pause

    Gesund und lecker schließen sich nicht aus. Wenn der Anblick der Pausensemmel einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, wird auch Ihr Kind zubeißen!
    Das Gehirn jedes Menschen verbraucht einen nicht zu unterschätzenden Teil der täglichen Energie, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Unser Essen und Trinken hat folglich direkte Auswirkungen auf unsere geistige Tätigkeit. Das gilt gleichermaßen eben auch für die Schulkinder.

    Eine ordentliche Jause gibt ihnen alles, was sie zum Lernen und für die Konzentration brauchen. Auch hier gilt das Credo der Ernährungs­wissenschaftler: Ausgewogen und vollwertig soll die Ernährung und damit auch das Pausenbrot sein.

    Energie ist wichtig – aber auch die Form, in der wir sie aufnehmen. Einfachzucker wie der Raffinade-Zucker, der in vielen süßen Getränken und Speisen, in Bonbons und Schokolade enthalten ist, kann vom Körper leicht und schnell verdaut werden. Deshalb stellt sich nach kurzer Zeit wieder ein Hungergefühl ein. Neuer Zucker muss her. Ein Kreislauf beginnt, an dessen Ende das Übergewicht vorprogrammiert ist.

    Fette und Öle sind deutlich schwerer vom Körper zu verdauen. Speisen, die einen hohen Fettgehalt haben, sättigen daher länger. Allerdings sind Öle und Fette die energiereichste Nahrung, die es gibt. Wir sollten nur sehr wenig davon zu uns nehmen – und dann auch nach Möglichkeit nur kaltgepresste, hochwertige Pflanzenöle.

    Leckere Vollkornsemmel

    Was heißt das für die Jause unserer Kinder? Die Basis sollte ein Voll- oder Mehrkornbrot sein. Oder eine entsprechende Semmel. Sie enthält unterschiedliche Kohlenhydrate, die dem Körper erst nach und nach zur Verfügung stehen, weil sie unterschiedlich langsam verdaut werden. So erhält Ihr Kind über einen längeren Zeitraum die notwendige Energie, um aufmerksam dem Unterricht zu folgen.

    Weiters enthalten Vollkornprodukte deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe als Nahrungsmittel aus hellen Mehlen. Nicht zu vergessen sind auch die Ballaststoffe, die in Verbindung mit Flüssigkeit sehr gut und lange sättigen sowie eine positive Wirkung auf Magen und Darm haben.

    Die Brotscheibe oder die Semmel können Sie mit fettreduziertem Frischkäse oder mit wenig Sonnenblumenmargarine bestreichen. Frischkäse liefert hochwertige Eiweiße, Margarine enthält oft ungesättigte Fettsäuren. Margerer Schinken und Kasseler bringen ebenso Abwechslung aufs Pausenbrot wie Käse.

    Es geht aber auch ohne zusätzlichen Belag. Auf den Frischkäse können Sie ein Salatblatt, gewürfelte Paprika und Möhrenscheiben legen. Schon ist ein tolles Jausenbrot entstanden. Es ist zu einem großen Teil Gewohnheitssache, ob solche vollwertigen Pausenbrote Ihrem Kind schmecken oder nicht.

    Das Auge isst mit

    Es kommt dabei auch auf die Optik an. Wenn man schon beim Anschauen der Jause Lust aufs Reinbeißen verspürt, dann haben Sie alles richtig gemacht. Deshalb empfiehlt es sich auch, wenn Sie Obst und Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und sie Ihrem Kind als weiteren Bestandteil der Jause einpacken.

    Paprika und Möhren, Kohlrabi und Cocktailtomaten, Äpfel und Birnen, Bananen und Orangen schmecken den meisten Kindern und versorgen sie obendrein mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und auch mit Kohlehydraten.

    Das Altbewährte hat hier nun einmal die Nase vorn. Das gilt übrigens auch für die Milch. Sie liefert ebenfalls wichtige Nährstoffe und die Flüssigkeit, die die Ballaststoffe zum Quellen bringt und deshalb satt macht. Alternativ kann Ihr Kind auch Fruchtsaftschorlen mit maximal zehn Prozent Saftanteil trinken.

    Ganz und gar nicht in den Schulranzen gehören Limonaden und Frucht­saftgetränke. Sie enthalten sehr, sehr viel Zucker oder in ihrer „Light-Variante“ unterschiedliche Süßstoffarten, von denen einige als problematisch gelten. Auch vermeintlich gesunde Speisen wie Müsli-Riegel, Cornflakes, Frucht-Joghurt et cetera sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie meist viel Raffinade-Zucker enthalten.


    Text:Mag.Celina Thimm

    Fotocredit: Jill Chen/Shutterstock.com


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